Die
EU zerschlagen? Die eigene Regierung stürzen!
Die
EU ist eine imperialistische
(Imperialismus ist eine besondere Entwicklungsstufe des Kapitalismus, in der
das Hauptbestreben darin liegt, das Einflussgebiet eines Landes auf
mehrere Länder und Völker auszudehnen) Organisation, welche von den
Kapitalisten der Banken und Konzerne einiger
europäischer Länder gegründet worden ist. Diese Organisation gründete sich
mit dem Hauptziel, die (wirtschaftlich stark entwickelten) EUropäischen
Länder zu vereinigen, um im Kampf um die Aufteilung der Einflussgebiete,
den ausgebeuteten Ländern, besser mitkämpfen zu können. Das Hauptziel ist vor
allem eine „Alternative“ zum US-Imperialismus bieten zu können. Öffentlich
geht es aber darum einen einheitlichen Wirtschaftsraum zu bilden, welcher als
Basis die gemeinsame Wirtschaftspolitik haben soll, und auch eine gemeinsame Außen-
und Militärpolitik anstrebt. Da im imperialistischen Konkurrenzkampf auf Dauer
Kriege unvermeidlich sind (eben wegen des Kampfes um die Neuaufteilung der
Einflussgebiete), wird Aufrüstung des nationalen und internationalen Militärs
stark vorangetrieben. Die EU „kämpft“ derzeit hauptsächlich dafür,
internationale Institutionen zu schaffen, welche den Interessen des europäischen
Finanzkapitals (Banken und Konzerne) dienen sollen. Hauptzweck dieser
Institutionen und der EU ist es, den US-amerikanischen Imperialismus zu „übertrumpfen“
und gemeinsam gegen die russischen und japanischen imperialistischen Mächte
aufzutreten. Dies führt natürlich wiederum zu einer gemeinsamen Koordinierung
der Schläge gegen die europäische ArbeiterInnenklasse und die Völker der
Neokolonien (unter Neokolonien versteht
man Länder, welche durch wirtschaftlichen und militärischen Einfluss in die
Einflussgebiete anderer Länder gedrängt werden). Die EU steht scheinbar in
allen Bereichen über dem nationalen Gesetz, was aber nicht richtig ist, da die
„wichtigsten“ Themen für die ArbeiterInnenklasse, wie z.B.
Sozialversorgung, Arbeitsrecht, Gesundheit, Bildung, öffentlicher Dienst,
Minderheitenrecht,… wieder regional behandelt werden müssen, und sich die EU
dafür nicht verpflichtet fühlt. Außer natürlich es geht darum, das Gesetz zu
Gunsten der Bosse zu ändern wie am aktuellen Beispiel der 68-Stunden-Woche.
Durch die EU kann die herrschende Klasse in Österreich ihre Position in den
verschiedensten Punkten immer besser und radikaler ausbauen. So kann Österreich
z.B. seine imperialistischen „Tätigkeiten“ immer weiter ausbauen. Bis 1960
betrieb Österreich fast keinen Kapitalexport (Kapitalexport
bedeutet, dass Firmen und Banken ihr Geld in ausländische Firmen investieren,
dies kann entweder durch eine direkte Investition geschehen, oder durch
Aktieninvestitionen, egal wie, die Konsequenz daraus ist, dass diese Länder in
die Abhängigkeit der investierenden Länder getrieben werden), mit dem
Beitritt zur die EUropäischen Union wurde dieser Kapitalexport immer mehr
forciert. Der Kapitalismus in Österreich wurde immer mehr modernisiert und
damit musste natürlich auch der Kapitalexport wachsen, der österreichische
Imperialismus wurde dadurch also wesentlich aggressiver. Außerdem, oder besser
gesagt gerade deswegen, wurden auch die international ein-satzfähigen Militärgruppen
Österreichs immer weiter ausgebaut und auch immer wieder erprobt, dazu braucht
man sich nur ansehen an welchen europäischen und aber seit Anfang 2008 auch
internationalen Plätzen (siehe Afrika: Tschad) mittlerweile das österreichische
Bundesheer vertreten ist, ohne auch nur irgendetwas auf den Neutralitätsvertrag
zu geben. Warum auch, lassen sich doch so die Interessen der Herrschenden äußerst
effektiv durchsetzen. Der österreichische Imperialismus beschränkt sich aber
weiterhin hauptsächlich auf Ost- und Südosteuropa, woraus sich natürlich
wieder die internationalen Stationierungen des österreichischen Bundesheers
ergeben (Bosnien, Kosovo,…). Laut Regierung aber natürlich immer zwecks
„humanitären Aktionen“, um den Neutralitätsvertrag zu umgehen. In
Osteuropa und dem Balkangebiet ist Österreich oftmals Vorreiter bezüglich
Investitionen und der sich daraus ergebenden Ausbeutung der dortigen
ArbeiterInnenklasse.
Um
für eine sozialistische Revolution, die in der Konsequenz weltweit ist, zu kämpfen,
ist europaweit natürlich die erste Aufgabe für die Zerschlagung der
imperialistischen Europäischen Union zu kämpfen. Um aber für eine wirksame
Zerschlagung der EU zu kämpfen, sehen wir jungen revolutionären KommunistInnen
in Österreich es als unsere Hauptaufgabe gegen das kapitalistische System in Österreich
zu kämpfen. Diese Aufgabe bestätigt sich alleine darin, dass, wenn in Österreich
die Bedingungen für eine sozialistische Revolution da sind, diese nicht nur in
Österreich sein werden, sondern auch in vielen anderen Länder der EU. Wir
hoffen aber dabei nicht einzig auf die Hilfe von ausländischen
Organisationen, sondern wollen uns selbst in bestmöglicher Weise auf diese
Revolution vorbeireiten, da die anderen Organisationen dann wahrscheinlich
selber genug zu kämpfen haben. Die Konsequenz, den Hauptaugenmerk auf die
Zeschlagung des österreichischen Systems zu legen, ergibt sich schon alleine
daraus, dass die Forderungen der EU, wie z.B. die Privatisierungen aller öffentlichen
Einrichtungen, immer auf den Schultern der ArbeiterInnen ausgetragen werden, und
die durch diese Forderungen immer mehr ausgebeutet werden. Daher gilt es die
Zerschlagung der EU vor allem auf nationaler Ebene und dadurch von innen heraus
zu propagieren, und diese Zerschlagung nicht durch irgendwelche Forderungen bezüglich
Reformen innerhalb der EU zu verfälschen. Wir fordern nicht den „Austritt aus
der EU“, der Austritt aus der EU wäre einzig und allein als taktische Überlegung
anzustreben, denn wenn es nach einem bloßen „Austritt“ mit dem Kapitalismus
weitergeht, hat sich eigentlich nichts verändert. Wir fordern viel mehr
den Sturz der Herrschenden in Österreich und kämpfen für das
revolutionäre Rätesystem der ArbeiterInnenklasse. Die natürliche Konsequenz
daraus ist verständlicherweise jede andere Nation in ihrem Kampf gegen ihre
Bourgeoisie zu unterstützen, somit also wieder für die Zerschlagung der EU zu
kämpfen und einen inter-nationalen Sozialismus aufbauen zu können
Aus: Roter Morgen Nummer 16, Seite 3
Den
Kampf gegen einen Angriff auf den Iran organisieren!
Für
den Sieg im gerechten Volkswiderstand!
Der
Iran ist nun schon seit längerer Zeit ins Visier der Kriegstreiber an der
Spitze von EU und USA geraten. Nachdem die Hauptkraft hinter der
Kriegstreiberei, die Regierung in Washington, im Irak schwer in der Klemme sitzt
und innen- sowie außenpolitisch etwas angekratzt wirkt, „beschränkte“ man
sich darauf die allgemeinen Vorbereitungen für einen möglichen Krieg gegen den
Iran voranzutreiben. Allen Beobachtungen nach, war „die Zeit noch nicht
reif“ für einen „Erstschlag“. Nun geht das ganze aber in eine neue Runde.
Aus Israel, dem dicksten US-Verbündeten, kommen vermehrt kriegsschwangere Rülpser
die vor einigen Wochen ihren letzten Höhepunkt erreichten, als einige Minister
offen Krieg gegen den Iran forderten. Minister Knut Mellenthin meinte sogar: „Es
soll und wird keinen Iran mehr geben!“. Parallel zu diesen eindeutigen Tönen
kommen nun auch aggressive Attacken von Barack „Change“
Obama, der Kandidat der Demokraten beim Wahlspektakel ums Weiße Haus. Er,
der, wenn er nicht gerade seinen kriegerischen Großmachtsfantasien hinterherläuft,
immer einen „Wechsel“ (wie immer der auch aussehen soll...) predigt, kann es
nun, nachdem er damals schon im Kongress für den Irakkrieg stimmte, scheinbar
gar nicht mehr erwarten bis die Army in Teheran, der Hauptstadt des Irans,
einmarschiert. Er versprach in einer Fernsehansprache „absolute
Härte gegen den Iran“ und meinte „In
der Frage des Irans müssen wir unsere begonnene Politik bis zum Ende durchführen“.
Als Reaktion auf die Kriegsdrohungen aus Israel versprach er, dass „die
USA sich in allen Fragen kritiklos hinter Israel stellen“ würden!
Aber auch die EU ziert sich
nicht. Nach der letzten Europatournee von George W. Bush Anfang Juni, meinten
Vertreter der EU dass auch „die europäische
Gemeinschaft weitere Schritte als den bisherigen Boykott des Irans in durchaus
Erwägung zieht.“ Was die Herrschenden damit meinen, ist wohl klar. Sie
meinen natürlich dass sie ohne mit der Wimper zu zucken einen Krieg mit vom
Zaun brechen würden. Ihr zögerliches Verhalten rührt daher, dass sie jetzt
schon viele Profite aus dem Iran ziehen und diese mit einem Krieg eventuell gefährden
würden, gleichzeitig aber wissen, dass sie ihre Profite aus dem Iran mit einem
Krieg auch noch um ein vielfaches steigern können. So läuft die
imperialistische Logik. Weiters macht der Aufbau einer einheitlichen EU-Armee
große Fortschritte und im Falle eines Krieges gegen den Iran, werden auch die
Herrschenden in Österreich ganz genau wissen, wie sie daraus ihren Vorteil
ziehen können. Auch wenn sie bei einem Iraneinsatz militärisch noch nicht mit
dabei wären, so proben sie dennoch für immer größere Auslandseinsätze, mit
denen sie dann ihre Profitinteressen militärisch durchsetzen können. Der
derzeit laufende Bundesheereinsatz im Tschad ist ein deutliches Beispiel dafür.
Auch im Kosovo werden die Interessen der österreichischen Kapitalisten (Rohstoffe, neue Absatzmärkte, Einlussgebiete für Banken,...)
derzeit mit beinahe 700 Soldaten verteidigt. Keine Frage, Präsident Ahmadinejad
und seine ganze klerikalfaschistische Truppe gehören weg, müssen gestürzt
werden. Sie unterdrücken die ArbeiterInnenklase und die Völker des Irans in
unbeschreiblichem Ausmaß. Doch ein Krieg der „westlichen“ Mächte würde
die Völker des Irans auch nicht frei machen, durch einen solchen Krieg würden
die Ausbeuter nur ihr Gesicht wechseln. Deswegen sehen wir in Mahmud Ahmadinejad
und der ganzen Clique die er re-präsentiert keinerlei Alternative zu einem
Angriff der imperialistischen Mächte. Auch unterstützen wir das iranische
Regime nicht „kritisch“ oder sonst wie. Im Gegenteil. Wir unterstützen jene
revolutionären Kräfte im Iran welche durch einen lange andauernden Volkskrieg
jeglichen Rest der derzeit herrschenden Bande im Iran vernichten wollen und eine
demokratische Umwälzung welche direkt in die unumschränkte Macht der
Arbeiter-Innenklasse übergeht, anstreben. Die Errichtung einer sozialistischen,
demokratischen Macht kann nur durch einen solchen Volkskrieg, für den die KP
Irans (MLM) kämpft, erreicht werden. Imperialistische Kriege sind Kriege für
Profitinteressen und machen gar nichts besser. Sie verschlimmern die Situation
nur noch!
Es wäre grundlegend falsch
die USA als einzige Macht die an einem möglichen Krieg gegen den Iran Interesse
hat zu betrachten. Wie oben aufgezeigt, haben auch die EU-Mächtigen durchaus
Blut geleckt und schmieden nun immer offener ihre eigenen kriegerischen Pläne.
Da ist auch die österreichische Regierung nicht ausgenommen. Alleine 2006
erzielte sie durch den Handel mit dem iranischen Unterdrückungsregime 198
Millionen Euro Gewinn. Weiter gibt es neben den bisherigen Handelsgewinnen auch
noch das große Interesse welches der österreichische Mineralölkonzern OMV am
Iran hat. Neben der Tatsache dass die OMV der größte Ölkonzern Mitteleuropas
ist, tätigte sie Investitionen in Ölprojekte im Iran welche sich in den nächsten
Jahren schätzungsweise auf rund 22 Milliarden Euro belaufen werden. Und
dennoch, obwohl der österreichische Imperialismus durchaus zufrieden sein kann
mit den Profiten die ihm das Mörderregime Ahmadinejads ermöglicht, wäre es
eine ganz falsche Schlussfolgerung wenn man davon ausgehen würde, dass Österreich
deshalb vehement gegen einen Krieg auftreten würde. Gerade weil sie schon jetzt
ihre Profite aus dem Iran ziehen, möchten sie noch weiter eindringen, möchten
sie die Völker des Irans noch mehr knechten und dadurch noch mehr Profite aus
diesem Land pressen. Die Parlamentsparteien als Repräsentanten der
Herrschenden, werden alle ihnen zur Verfügung stehenden Mittel ausnutzen um bei
der Neuaufteilung des Irans unter den Imperialisten (also Krieg) ein großes Stück
des Profitkuchens abzubekommen.
Wer nun also in Österreich
sitzt und gegen einen Irankrieg aktiv sein möchte, muss erkennen dass der
jeweilige „Hauptfeind“, die jeweils zu bekämpfende kriegstreibende Kraft
zwar natürlich auch in Washington, Brüssel und sonst wo sitzt, der Kampf sich
aber erstrangig und direkt gegen die Herrschenden Österreichs und ihre
imperialistischen Ambitionen zu richten hat. So kann mit den fortschrittlichen
revolutionären Kräf-ten des Irans, mit den iranischen ArbeiterInnen und den Völkern
des Irans direkte Solidarität geübt werden. Den Kampf um Freiheit im Iran
unterstützen wir hierzulande am besten, indem wir den Kampf gegen die
„eigenen“ Imperialisten aufnehmen, indem wir aufzeigen dass es keine
„neutralen“ oder „friedlichen“ Kapitalisten gibt. Eine entstehende
Antikriegsbewegung muss sich auf diese Gründsätze stützen, muss den Kampf
gegen einen Angriff auf den Iran mit der Perspektive des revolutionären
Umsturzes, auch in Österreich, verbinden!
Gegen
einen Angriff auf den Iran, gegen Ahmadinejad und seine Clique!
Für
den Sieg im Volkskrieg!
Die Proteste der Antikriegsbewegung gegen die „eigenen“ Herrschenden richten!
Erstmals
veröffentlicht in einem Flugblatt im Juli 2008
Gegen
Imperialismus und die eigenen Herrschenden aktiv werden!
Internationalismus
statt großer Worte.
Gegen
einen Angriff auf den Iran von Seiten der EU und USA muss der Widerstand der
Volksmassen innerhalb der EU und den USA auf breitester Ebene organisiert
werden. Denn wenn der Widerstand gegen das klerikalfaschistische System im Iran und gegen die räuberische und mordende Kriegspolitik der
Imperialisten gleichermaßen vorangetrieben werden soll, ist das eine
Notwendigkeit. Einerseits muss der Widerstand in den „Zentren industrieller
Macht“ (hier also EU und USA) dementsprechend stark geführt werden da der
Krieg um Profite, um die Aufteilung des Irans unter den großen kriegsteibenden
Mächten, von dort ausgeht. Die Menschen in diesen Zentren, also alle die sich
unter anderem in Österreich gegen diesen Krieg aussprechen, müssen gegen ihre
eigenen Herrschenden vorgehen. Da die derzeitige iranische Regierung für die Völker
des Irans aber keinerlei Perspektive bietet, im Gegenteil, es ist ein
ausgesprochen rückschrittliches Regime, ist auch der Widerstand im Iran selbst
mit allen Mitteln von jenen Kräften die sich in den „westlichen
Ländern“ in aller Konsequenz gegen diesen Krieg stellen, zu unterstützen.
Natürlich immer nur dann, wenn es sich um einen fortschrittlichen Widerstand
handelt. Eine andere Sache sind Widerstandsbewegungen welche statt einer von den
beherrschenden Mächten eingesetzten Regierung ein (beispielsweise)
fundamentales religiöses System anstreben, so wie die „Hamas“ in Palästina.
Solche Bewegungen wollen keine Befreiung der ArbeiterInnenklasse, ihrer Jugend
und der Völker sondern streben den gesellschaftlichen Rückschritt an. Im Iran
ist die Kommunistische Partei des Irans (Marxis-tisch-Leninistisch-Maoistisch)
jene Kraft, die als Speerspitze in der vordersten Reihe der revolutionären
Kämpfe gegen die überkommenen Verhältnisse steht. Als antiimperialistische,
revolutionär-kommunistische Organisation sehen wir es deshalb als eine
Selbstverständlichkeit an ihre Positionen bekannt zu machen und auch innerhalb
der österreichischen Antikriegsbewegung zu verbreiten. Zu dieser Linie gehört
aber auch, dass jene Gruppen in Österreich die Positionen von iranischen
Parteien welche sich mit dem dortigen Regime arrangiert haben übernehmen und
propagieren, von uns kritisiert werden und ihre gegen die iranische Revolution
gerichtete Rolle aufgedeckt wird. Das ist kein plumpes sich-gegenseitig-schlechtmachen
oder Geschwafel aus dem Elfenbeinturm. Solche Auseinandersetzungen sind wichtig
um über die gewaltigen Ausmaße einer wirklichen Revolution, ihre Möglichkeiten
und den Weg der zu einer solchen Revolution führt Klarheit zu bekommen und so
die wichtigsten Aufgaben einer revolutionären Antikriegsbewegung
herauszuarbeiten.
Diese Linie verfolgt der
Revolutionär-Kommunistische Jugendverband (RKJV) in seiner gesamten Politik.
Wir verteidigen die gerechten Kämpfe der Völker, Jugendlichen und der
ArbeiterInnen aller Länder bedingungslos, sofern sie Ziele vertreten die nicht
in noch größere Ausbeutung und Unterdrückung führen. Wir sind uns darüber
bewusst, dass der Internationalismus der
ArbeiterInnenklasse eines der zentralsten Kernstücke revolutionärer Arbeit
und der Revolution selbst ist, was aber nicht gleich-bedeutend damit ist, dass
wir uns nur mehr auf solcherlei Kämpfe konzentrieren und die Arbeit welche für
uns in Österreich ansteht, nämlich der weitere Aufbau einer revolutionären
Jugendorganisation, vergessen würden. Damit würde das genaue Gegenteil dessen
wofür der Internationalismus der ArbeiterInnenklasse steht herauskommen, denn
den Kämpfen der unterdrückten Völker ist nicht besser beizustehen als sich
selbst in einer revolutionären Gruppierung zu organisieren und jeweils dort den
Kampf gegen Kapitalismus zu führen, wo man mit ihm konfrontiert ist, wo man
lebt, arbeitet, wohnt...
Um einerseits den Kampf gegen
einen imperialistischen Krieg in Österreich weiterzubringen, ein breites Bündnis
der fortschrittlichen Antikriegskräfte zu schmieden und andererseits die
Positionen der Revolutionäre im Iran besser vermitteln zu können, beteiligt
sich der RKJV aktiv an den Aktionskomitees gegen einen Angriff auf den Iran in
Wien und Linz. In Linz, wo es auf unsere Initiative hin erst ins Leben gerufen
wurde, offenbarte die „Kommunistische
Jugend“ (KJÖ) ihre Haltung zu Imperialismus und Kriegstreiberei besonders
offensichtlich. An sie erging, wie an mehrere andere Organisationen, am 1. Mai
2008 ein Brief des RKJV, indem zur gemeinsamen Bildung eines Aktionskomitees
aufgerufen wurde. Gleichzeitig wurde auch bemerkt dass, wenn eine der
Organisationen nicht an einer solchen Antikriegsplattform teilnehmen möchte,
sie doch bitte die Gründe dafür erklären sollte. Bis heute erhielt das
Aktionskomitee keine Antwort auf die Einladung. Die Bemühungen ein
Aktionskomitee aufzubauen, was schluss-endlich auch gelang, wurden von der KJÖ
höflich ignoriert. Solches Verhalten ist aber nicht überraschend, steht sie
doch auf dem Boden jener, die durchaus ein historisches
Naheverhältnis zur iranischen Tudeh-Partei pflegen. Diese sich
„kommunistisch“ nennende und zu Zeiten der späten Sowjetunion von Moskau
gesteuerte Partei, tat sich insbesondere dadurch hervor revolutionäre Kämpfer
des Sarbedaran (erster Volkskrieg im
Iran gegen die islamische Regierung) hinrichten zu lassen. Auch heute verrichtet
sie gute Dienste für die Herrschenden, da sie eine Revolution ablehnt und trotz
der brachialen Unterdrückung der iranischen Massen vom „friedlichen Weg“
zum Sozialismus träumt. Die Haltung der KJÖ legt durchaus die Frage nahe, ob
die Antikriegsbewegung von ihr zum bloßen Mitgliederfang genutzt wird und ob
sie tatsächlich kein Interesse daran hat, die kommunistische Revolution
voranzutreiben.
Veröffentlicht in einem
RKJV-Flugblatt im Juli 2008