Romeo und Julia

 
Romeo und Julia ist der Titel eines 1595 veröffentlichten Dramas von William Shakespeare, das die Liebe zweier Jugendlicher, die verfeindeten Familien angehören, beschreibt. Die Familie Montague und Familie Carpulet sind seit Jahren verfeindet. Von Februar 2005 bis Juli 2006 in den Hauptrollen spielten Lukas Perman, Marjan Shaki, Mark Seibert, Rasmus Borkowski und Boris Pfeifer. Das Stück war fetzig, und die Choreografie war einmalig.

Geschichte

Das Stück spielt in der italienischen Stadt Verona und handelt von den verfeindeten Familien der Montagues und Capulets. Romeo ist Sohn der Montagues, Julia die Tochter der Capulets. Die beiden begegnen sich auf einem Maskenball im Haus von Julias Eltern und verlieben sich auf den ersten Blick ineinander. Bereits am nächsten Tag begibt sich Romeo zum befreundeten Pater Lorenzo, um ihn zu bitten, die Hochzeit durchzuführen. In der Hoffnung, damit die Familien zu versöhnen, stimmt Lorenzo zu. Kurz darauf entwickelt sich ein Streit zwischen Mercutio, Romeos bestem Freund, und Tybalt aus dem Hause der Capulets. Es kommt zu einem Duell, in dessen Folge Mercutio tödlich verwundet wird. Der anwesende Romeo will dies rächen. So kommt es zum Kampf zwischen Romeo und Tybalt, einem Vetter von Julia. Romeo tötet Tybalt und wird deshalb von dem Fürsten aus Verona verbannt. Bevor er in die Verbannung flüchtet, verbringt er jedoch seine Hochzeitsnacht mit Julia. Kaum hat ihr Gemahl sie am frühen Morgen verlassen, eröffnen ihre Eltern ihr, dass sie einen jungen Grafen namens Paris heiraten soll. Julia ist entsetzt und bittet Pater Lorenzo um Hilfe. Dieser entwickelt einen tollkühnen Plan. Sie soll einen Betäubungstrank zu sich nehmen, der sie in einen todesähnlichen Zustand versetzt. Dadurch könnte sie der Hochzeit entkommen. Julia stimmt zu. Durch einen unglücklichen Zufall bekommt Romeo den Brief, der ihn von diesem Plan in Kenntnis setzen soll, nicht. Als er von Julias Tod hört, ist er verzweifelt. Er verschafft sich Gift und begibt sich dann zur Gruft der Capulets. Dort tötet er sich neben der soeben erwachenden Julia. Als diese ihren toten Geliebten neben sich erkennt, ersticht sie sich. Über den Leichen ihrer Kinder versöhnen sich die verfeindeten Eltern.

Kritik

Das populärste Liebespaar der Welt, auf einer Musicalbühne. Klingt wie ein kitschiger Traum eines jungen Mädchens. Doch Gerard Presgurvic machte es möglich, er hat das Buch und die geniale Musik für Romeo und Julia geschrieben bzw. komponiert.

2 Akte voller Romantik, Streit, Intrigen und Liebe erwarteten mich am 20. Juni 2006 im Wiener Raimund Theater. Eigentlich wollte ich mir dieses Musical nicht ansehen, doch die Kritiken und die Musik haben mich eindeutig überzeugt. Schon der Prolog war nicht wie in anderen Musicals die ich zuvor gesehen habe, es war ein kurzes Gedicht und danach folgte schon ein heißer Kampf zwischen der Familie Montague und der Familie Capulet. Vom ersten Song an war ich gefesselt bis zum Schluss. Vor allem imponierte mir die Choreografie. Als Kulisse gab es 2 Türme die die ganze Zeit auf der Bühne zu sehen waren. Das Stück spielte sich in Schwindelerregender Höhe ab und wurde somit noch interessanter für die Zuseher.

Mein absoluter Favorit an diesem Abend war Mark Seibert als Tybalt. Er brachte seine Rolle des gefühllosen aber doch verletzlichen Tybalt sehr glaubhaft hinüber. Vor allem seine Solos „Ich bin schuldlos“ und „Es wird Zeit“ berührten mich sehr. Ebenso glänzte einmal mehr Rasmus Borkowski als Mercutio und Mathias Edenborn als Benvolio, der dieser unscheinbaren Figur Leben einhauchte. Ich hätte an diesem Abend sehr gerne Rasmus Borkowski, die 2. Besetzung von Romeo gesehen, doch ich sah Lukas Perman, welcher sich tapfer bis zum letzten Song hielt. Leider geschah ihm jedoch gerade bei der romantischsten Szene ein Patzer und er traf den
Ton nicht.

Wie zuvor erwähnt haben mich vor allem die Choreografie und die Kostüme fasziniert. Die Musik ist für Musicalliebhaber etwas eigenartig, doch sehr schön und peppig. Ich muss gestehen das Stück ist zwar romantisch aber auf keinen Fall kitschig. Ich hab nur noch zwei kleine Kritikpunkte. Der erste wäre, das Stück war viel zu kurz für meinen Geschmack, ich hätte länger als 90 Minuten vertragen und die Auszeichnung bestes Musical 2005 kann ich nicht ganz zustimmen. Aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. Trotzdem hatte ich einen sehr schönen Abend und auch die letzte Vorstellung am 8.Juli 2006 ging gut über die Bühne. Prädikat empfehlenswert.